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IWC Fliegeruhr die wichtigste Uhr für IWC

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Die IWC Fliegeruhr Doppelchronograph Ref. 3711 zählt zu den bedeutendsten Uhren der 1990er Jahre. Als erster industriell gefertigter Doppelchronograph revolutionierte sie den Markt für komplizierte Uhren. Heute ist sie ein begehrtes Sammlerobjekt, das Preise zwischen 8.000 und 15.000 Euro erzielt. Im direkten Vergleich zur Breitling Navitimer bietet die IWC Fliegeruhr Chrono mit ihrer einzigartigen Rattrapante-Funktion eine seltenere Alternative, während die Navitimer von Breitling durch ihre praktische Rechenschieber-Lünette besticht.

Einleitung

Stellen Sie sich vor: Es ist das Jahr 1992. Die Uhrenindustrie kämpft noch immer mit den Nachwehen der Quarzkrise. Plötzlich schockiert IWC die Welt mit einer Sensation: eine Uhr, die das Unmögliche möglich macht – einen Doppelchronographen für den „normalen” Uhrenliebhaber.

Was bis dahin ausschließlich der elitären Haute Horlogerie vorbehalten war, wurde durch die IWC Fliegeruhr Doppelchronograph Ref. 3711 demokratisiert und zur Alltagsuhr gemacht. Mit dieser IWC Chronograph erschuf ein Mann namens Richard Habring ein Meisterwerk, das heute als die wichtigste moderne IWC-Fliegeruhr gilt und die Grundlage für die heutigen Fliegeruhren bildet.

Doch was macht sie so außergewöhnlich? Warum sprechen Sammler weltweit ehrfurchtsvoll von der 3711?

Doppelchronograph IWC 3711 Zifferblatt

Geschichte der IWC Fliegeruhr

Die Geschichte der IWC Doppelchronograph ist untrennbar mit Günter Blümlein verbunden, der 1980 die Leitung von Les Manufactures Horlogères übernahm. Blümleins Vision war es, komplizierte Uhrmacherei zugänglich zu machen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Die IWC Fliegeruhr Doppelchronograph war das perfekte Beispiel für diese Philosophie.
Die erste IWC Doppelchronograph Ref. 3711 wurde 1992 vorgestellt und basierte auf dem bewährten ETA 7750-Werk. Das Besondere: Richard Habring, der spätere Gründer der unabhängigen Uhrenmanufaktur Habring, entwickelte ein innovatives Doppelchronograph-Modul, das auf das Basiswerk aufgesetzt wurde.

Technische Innovation der Doppelchronograph-Funktion

Die Doppelchronograph-Funktion, auch Rattrapante genannt, erlaubt es, zwei verschiedene Zeiten gleichzeitig zu messen. Während beide Chronographenzeiger gemeinsam laufen, stoppt der Schleppzeiger beim Druck auf den Rattrapante-Drücker bei 10 Uhr, während der Hauptzeiger weiterläuft. Diese Funktion ist besonders für Piloten wertvoll, die Zwischenzeiten oder verschiedene Flugphasen messen müssen.

Habrings Entwicklung verwendete ein Kameisystem für beide Chronograph-Funktionen, was die Produktion vereinfachte, da ein Säulenrad-Design aufwendigere Justierungen erfordert hätte. Trotzdem blieb die Komplikation anspruchsvoll und filigran – ein wahres Meisterwerk der Uhrmacherei.

Produktionszeitraum und Modellvarianten der IWC Fliegeruhr

Die IWC Fliegeruhr Doppelchronograph Ref. 3711 wurde zwischen 1992 und 1996 produziert, bevor sie durch die Ref. 3713 abgelöst wurde. IWC produzierte etwa 3.200 Exemplare der Ref. 3711, was sie heute zu einer sehr seltenen Sammleruhr macht. Die mit abstand seltenste Uhr ist mit dem deutschen Kalender, man geht aus das nur 100 Uhren produziert wurden.

  • Edelstahl mit verschiedenen Tagesdisplays (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch)
  • Gelbgold mit weißem Zifferblatt
  • Ultra seltene Platin-Modelle

2005 endete die Serie, 2007 kam die 46mm Top Gun Ref. 3799.

IWC Fliegeruhr vs. Breitling Navitimer

Design und Ästhetik

Gehäuseformen und -materialien: Die IWC-Fliegeruhr „Doppelchronograph“ (Ref. 3711) präsentiert sich in einem 42 mm großen Edelstahlgehäuse mit einer Höhe von 16,5 mm. Das charakteristische gewölbte Saphirglas und der Weicheisenkern zum Schutz vor Magnetfeldern unterstreichen ihren funktionalen Charakter.

Die Breitling Navitimer B01 ist in verschiedenen Größen (41 mm, 43 mm und 46 mm) erhältlich und zeigt sich mit einer Kombination aus polierten und gebürsteten Edelstahlelementen, die für ein luxuriöses, aber dezentes Erscheinungsbild sorgen. Jedoch stimmt bei der Breitling B01 das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach nicht: Einerseits sind die Uhren mit 9.000 € viel zu teuer, andererseits sind sie schlecht verarbeitet und müssen nach wenigen Jahren einen Service erhalten. Hinzu kommt, dass diese Uhren innerhalb eines Jahres 40 % ihres Neupreises verlieren.

Zifferblatt-Design und Ablesbarkeit: Die IWC Chronograph überzeugt mit einem klaren, militärisch inspirierten schwarzen Zifferblatt. Leuchtende Quadrate markieren die Positionen 3, 6 und 9, während ein Dreieck die 12-Uhr-Position kennzeichnet. Die Chronographen-Register sind bewusst dezent gehalten.

Die Navitimer von Breitling hingegen setzt auf ihr ikonisches Design mit der charakteristischen Rechenschieber-Lünette. Moderne Versionen bieten neue Zifferblattfarben in Blau-, Grün- und Kupfertönen, während die AOPA-Flügel wieder an ihre ursprüngliche Position bei 12 Uhr zurückgekehrt sind.

Technische Spezifikationen

Kalibervergleich und Ganggenauigkeit: Die IWC Fliegeruhr Chronograph arbeitet mit dem Kaliber 79230, das auf dem bewährten ETA 7750 basiert. Das Werk bietet eine Gangreserve von 38 Stunden und schlägt mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde.
Die Breitling Navitimer B01 verwendet das hauseigene Kaliber B01,was auch Tudor verwendet, das aus 346 Einzelteilen und eine Gangreserve von 70 Stunden bietet. Nachteil durch die hohe Gangreserve muss die Uhr schneller zum Service, weil die Feder beansprucht wird.
Chronograph-Funktionen im Detail: Die IWC Fliegeruhr Chrono bietet die einzigartige Doppelchronograph-Funktion (Rattrapante), die es ermöglicht, zwei Zeiten gleichzeitig zu messen.

Sammlermarkt und Wertentwicklung

Aktuelle Marktpreise: Die IWC Doppelchronograph Ref. 3711 kann gelegentlich für rund 5.000 Dollar online gefunden werden, was etwa 8.000-12.000 Euro entspricht, abhängig von Zustand und Lieferumfang. Seltene Versionen in Gold oder Platin erreichen deutlich höhere Preise.
Die Breitling Navitimer B01 startet neu bei etwa 9.300 Euro, während gebrauchte Modelle bereits ab 4.000-7.000 Euro erhältlich sind.
Verfügbarkeit und Investitionspotential: Die IWC Fliegeruhr Doppelchronograph ist aufgrund ihrer begrenzten Produktionszahl extrem selten zu der Breitling, wo von hundert tausende Produziert wurden.

Doppelchronograph IWC 3711 am Arm

Die IWC Fliegeruhr Chronograph im Vergleich zur Breitling Navitimer

Funktionalität und Praktikabilität

Während die IWC-Fliegeruhr Chrono mit ihrer Rattrapante-Funktion eine seltene Komplikation bietet, überzeugt die Breitling Navitimer durch ihre praktische Anwendbarkeit. Mit ihrem Rechenschieber ermöglicht die Navitimer alle notwendigen Flugberechnungen und ist somit die funktionalere Pilotenuhr.

Marktposition und Verfügbarkeit

Die Navitimer von Breitling ist kontinuierlich in Produktion und somit leichter verfügbar. Mit dem hauseigenen B01-Kaliber hat Breitling seit 2009 seine Unabhängigkeit als Manufaktur demonstriert. Die Produktion der IWC Doppelchronograph wurde hingegen 2005 eingestellt, wodurch sie zu einem echten Vintage-Schatz wurde.

Design-Philosophie

Die IWC Fliegeruhr verkörpert puristische Funktionalität mit militärischer Ästhetik. Die Breitling Navitimer B01 setzt auf auffälligere Eleganz mit ihrer markanten Rechenschieber-Lünette und vielfältigen Zifferblattoptionen.

Kaufberatung: Worauf Sie achten sollten

Bei der IWC Fliegeruhr Doppelchronograph:

  • Originalität prüfen: Besonders bei der seltenen Ref. 3711 sind Fälschungen im Umlauf.
  • Zustand des Zifferblatts: Originales Tritium mit gleichmäßiger Patina ist wertvoll.
  • Funktionsprüfung: Die Rattrapante-Funktion muss einwandfrei arbeiten.
  • Lieferumfang: Originalbox und Papiere steigern den Wert erheblich.

Fazit

Die IWC Fliegeruhr Doppelchronograph Ref. 3711 ist zweifellos eine der wichtigsten Uhren der 1990er Jahre. Ihr Status als erste erschwingliche Doppelchronographen-Uhr machte sie zu einem Meilenstein für IWC. Für Sammler bietet sie eine seltene Kombination aus technischer Innovation, historischer Bedeutung und vergleichsweise noch zugänglichen Preisen.

Empfehlung: Wer eine seltene, technisch faszinierende IWC-Chronographenuhr sucht, sollte bei der Doppelchronograph zuschlagen, denn die Preise werden mit der wachsenden Anerkennung der Neo-Vintage-Ära weiter steigen. Die Breitling Navitimer B01 ist hingegen die richtige Wahl für alle, die eine neue Pilotenuhr mit Manufakturkaliber wünschen und bereit sind, viel Geld für die Uhr und den Service auszugeben.

Doppelchronograph IWC 3711 stehend

FAQs zur IWC Fliegeruhr Doppelchronograph:

Was ist ein Doppelchronograph und wie funktioniert er?

Ein Doppelchronograph, auch Rattrapante genannt, ist eine hochkomplizierte Uhrmacher-Komplikation. Im Gegensatz zu einem normalen Chronograph, der nur eine Zeit messen kann, ermöglicht der Doppelchronograph das gleichzeitige Messen von zwei verschiedenen Zeiten. Dies geschieht durch einen zusätzlichen Zeiger, der gestoppt werden kann, während der Hauptchronograph weiterläuft.

Wie erkenne ich einen originalen IWC Doppelchronograph?

Achten Sie auf folgende Merkmale:

  • Gewölbtes Saphirglas bei der Ref. 3711 (flaches Glas bei der Nachfolger-Ref. 3713)
  • Originales Tritium-Zifferblatt mit charakteristischer cremiger Patina
  • Korrekte Referenznummer im Gehäuseboden
  • IWC-Kaliber 79230 mit Weicheisenkern
  • Zusätzlicher Drücker bei 10 Uhr für die Rattrapante-Funktion

Was kostet eine gut erhaltene IWC Doppelchronograph heute?

Die Preise variieren je nach Zustand, Lieferumfang und Seltenheit:

  • Edelstahl-Modelle: 8.000–15.000 Euro
  • Gelbgold-Versionen: 12.000–20.000 Euro
  • Seltene Platin-Modelle: 25.000–40.000 Euro

Modelle mit Originalbox und Papieren erzielen deutlich höhere Preise.

Welche Referenznummern sind besonders gesucht?

Die ursprüngliche Ref. 3711 mit gewölbtem Saphirglas und Tritium-Zifferblatt ist am begehrtesten. Besonders seltene Versionen sind zum Beispiel:

  • Gelbgold-Ausführungen mit weißem Zifferblatt
  • Deutsche Tagesanzeige-Modelle

Lohnt sich der Kauf als Wertanlage?

Die IWC Fliegeruhr Doppelchronograph hat gute Aussichten als Wertanlage. Die begrenzte Produktionszahl, die historische Bedeutung als erste industriell gefertigte Rattrapante und die wachsende Anerkennung der „Neo-Vintage“-Ära sprechen für eine positive Wertentwicklung. Allerdings ist es sehr wichtig, dass alle Dokumente zu der Uhr vorhanden sind.

Wie hoch sind die Servicekosten?

Ein Service bei IWC oder einem qualifizierten Uhrmacher kostet typischerweise 800–1.500 Euro, abhängig vom Umfang der notwendigen Arbeiten. Ein großer Vorteil ist, dass die Basis des Uhrwerks auf einem ETA Werk beruht, wodurch Ersatzteile sehr einfach zu bekommen sind.


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